Wöchentliches Roundup

GHL Roundup KW29/2026: Event-Ticketing & Super Agents

19. Juli 2026
Dirk Schmid
11 Min. Lesezeit
GoHighLevel Update KW29/2026, Roboter zeigt die Event-Ticketing-Beta mit Tickets und Teilnehmerliste, daneben Super Agents mit smarten Triggern und native MCP-Connectors

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres wöchentlichen GoHighLevel Roundups! Die Kalenderwoche 29, vom 13. bis zum 17. Juli 2026, war für HighLevel-Verhältnisse eine ruhige Woche. Das Produktteam war auf Teamretreat, ein Großteil der Mannschaft saß buchstäblich auf einem Boot vor der Küste Malaysias, und entsprechend kompakt fiel die Release-Liste aus. Klasse statt Masse ist hier das Stichwort, denn was in dieser Woche live ging, hat es in sich.

Ganz oben auf der Liste steht die private Beta des neuen Event-Produkts: HighLevel zeigt erstmals, wie granular sich Event-Seiten inklusive Ticketing künftig anpassen lassen, bis hin zur individuellen Fehlermeldung. Dazu bekommen die Super Agents gleich zwei Upgrades auf einmal: neue automatische Trigger für neue Kontakte und Opportunities sowie native MCP-Connectors zu Notion, HubSpot und Apify. Und auch wenn die Woche kurz war, gab es noch vier weitere spürbare Verbesserungen bei Voice AI, der Workflow-KI, den Kalender-Berechtigungen und dem Chat Widget. Schauen wir uns das im Detail an.

Bemerkenswert ist auch der Rahmen dieser Ausgabe: Statt aus dem gewohnten Studio kam der Livestream diesmal direkt vom Team-Retreat, mit vielen der Produktverantwortlichen, die die vorgestellten Features tatsächlich selbst gebaut haben. Genau solche Formate zeigen, wie HighLevel intern arbeitet, nämlich mit privaten Betas, die erst dann breiter ausgerollt werden, wenn sie wirklich rund laufen. Für dich als Nutzer bedeutet das: Was aus einer privaten Beta in die öffentlichen Labs wandert, ist in der Regel schon deutlich ausgereifter, als man es von einem frischen Beta-Feature erwarten würde.

🔥 Top Feature Deep Dive: Die drei Highlights der Woche

1. 🎟️ Event-Produkt Beta: HighLevel baut sein eigenes Ticketing

Das mit Abstand spannendste Thema der Woche ist noch gar nicht für alle sichtbar, sondern läuft aktuell in einer privaten Beta. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn hier entsteht gerade ein komplett neues Produkt innerhalb der Plattform: Event-Seiten mit vollem Ticketing.

Worum geht es konkret?

HighLevel arbeitet an einem eigenständigen Bereich, mit dem du komplette Events hosten, Tickets verkaufen und die Teilnehmerverwaltung abwickeln kannst, alles ohne ein separates Tool wie Eventbrite. Im Release Radar wurde betont, dass sich Event-Veranstalter in der Beta-Phase als besonders anspruchsvoll herausgestellt haben, sie wollen jedes Detail genau so, wie sie es sich vorstellen. Genau darauf reagiert das Team jetzt.

Was in der Beta bereits funktioniert:

  • Vollständig anpassbare Event-Seiten: Layout, Ablauf und Inhalte der Buchungsstrecke lassen sich frei gestalten, ganz im Stil des bestehenden Website Builders.
  • Individuelle Fehlermeldungen: Selbst die Nachricht, die erscheint, wenn zum Beispiel ein Ticket-Kontingent ausverkauft ist oder eine Buchung fehlschlägt, kannst du frei formulieren. Ein Detail, das im Livestream ausdrücklich als Novum hervorgehoben wurde, so etwas hatte HighLevel vorher noch nicht im Angebot.
  • Ticket-Scanning per App: Tickets lassen sich direkt über die HighLevel App oder die Lead Connector App scannen, für den Check-in vor Ort ist damit kein separates Tool nötig.

Warum das für dich relevant ist

HighLevel betont bei privaten Betas inzwischen bewusst, dass Features erst dann breiter ausgerollt werden, wenn sie intern gründlich getestet sind. Im Video wurde das so beschrieben: Wenn eine Funktion aus einer privaten Beta in die öffentlichen Labs wandert, soll sie sich nicht mehr wie ein Skateboard anfühlen, sondern eher wie ein fertiges Auto. Für Agenturen und Kunden, die Workshops, Konferenzen, lokale Meetups oder auch einfach größere Vor-Ort-Termine verkaufen, ist das ein Feature, das du im Auge behalten solltest. Aktuell ist es exklusiv für Beta-Teilnehmer sichtbar, ein Rollout in den öffentlichen Labs-Bereich wurde für die kommenden Wochen in Aussicht gestellt. Sobald die Funktion breiter verfügbar ist, ergänzen wir dazu eine eigene Funktionen-Seite.

Denk das Ganze einmal aus Sicht eines typischen HighLevel-Kunden zu Ende: Ein Fitnessstudio, das einmal im Quartal einen größeren Community-Event veranstaltet, ein Bildungsanbieter, der eine mehrtägige Präsenzschulung verkauft, oder eine Handwerker-Innung, die eine lokale Fachmesse organisiert, alle drei müssten heute meist ein separates Ticketing-Tool anbinden und die Teilnehmerdaten mühsam zurück ins CRM synchronisieren. Wandert das native Event-Produkt aus der Beta in den Regelbetrieb, fällt genau dieser Bruch weg, Anmeldung, Bezahlung, Check-in und Nachfass-Kommunikation laufen dann in einem einzigen System.

2. 🔔 Super Agents mit neuen Triggern: KI-Minions, die von selbst loslegen

Das zweite große Update dreht sich um Agent Studio und die dort verwalteten Super Agents, also KI-Agenten, die im Hintergrund eigenständig Aufgaben erledigen. Bisher ließen sich Super Agents nur über ein gesetztes Tag starten. Ab sofort gibt es zwei zusätzliche automatische Auslöser.

Die neuen Trigger im Detail:

  • Neuer Kontakt erstellt: Sobald ein neuer Datensatz in deinem CRM landet, kann ein Super Agent automatisch loslegen, ganz ohne dass du dafür erst einen klassischen Workflow bauen musst.
  • Neue Opportunity erstellt: Genau derselbe Mechanismus funktioniert jetzt auch für neue Deals in deinen Pipelines. Ein neuer Datensatz in der Pipeline reicht als Startsignal.

Praktischer Nutzen

Im Release Radar wurde es treffend als Verkürzung des klassischen Workflow-Umwegs beschrieben: Statt erst einen Trigger, dann eine Bedingung und dann eine Aktion in einem Workflow zu bauen, hinterlegst du die Logik direkt in den Einstellungen des Super Agents. Ein Beispiel aus dem Video: Wenn ein neuer Kontakt hereinkommt, soll der Super Agent eine Aufgabe anlegen und die zuständige Person benachrichtigen, und das läuft dann komplett automatisch im Hintergrund. Für Agenturen, die viele Sub-Accounts betreuen, bedeutet das weniger Klickarbeit beim Einrichten von Standardprozessen und mehr Zeit für die Fälle, die wirklich menschliches Urteilsvermögen brauchen.

Für lokale Dienstleister ergibt sich daraus ein direkter Effekt auf die Reaktionszeit: Ein Autohaus, das über ein Formular eine Probefahrt-Anfrage bekommt, kann den neu erstellten Kontakt sofort von einem Super Agent qualifizieren und priorisieren lassen, noch bevor überhaupt ein Vertriebler ins Postfach schaut. Und weil der zweite Trigger auf neu angelegte Opportunities reagiert, lässt sich derselbe Mechanismus eine Ebene tiefer wiederholen, sobald aus einem Kontakt in deiner Pipeline offiziell ein Deal wird.

3. 🔌 Native MCP-Connectors für Super Agents: Notion, HubSpot und Apify an Bord

Direkt im Anschluss an die neuen Trigger kommt das dritte große Update, ebenfalls bei den Super Agents: drei neue native MCP-Connectors. Über das HighLevel MCP können Super Agents jetzt direkt mit Notion, HubSpot und Apify sprechen, ohne Umweg über Webhooks oder Drittanbieter-Automatisierungen.

Was die drei Connectors bringen:

  • Notion: Super Agents können direkt in verknüpften Notion-Workspaces lesen und schreiben, praktisch für Teams, die interne Dokumentation, Content-Pläne oder Aufgabenlisten in Notion pflegen.
  • HubSpot: Wer parallel noch HubSpot im Einsatz hat, etwa während einer Migration oder in einem Hybrid-Setup, kann Super Agents jetzt direkt zwischen beiden Systemen vermitteln lassen.
  • Apify: Über den Apify-Connector öffnen sich Web-Scraping- und Datenextraktions-Workflows, die sich ein Super Agent künftig eigenständig anstoßen kann.

Warum das mehr ist als ein technisches Detail

Native Integrationen sparen dir genau die Reibung, die sonst bei Custom-Workflows über Zapier oder eigene Webhooks entsteht. Für Agenturen, die für Kunden mit hybriden Tool-Stacks arbeiten, wird das MCP-Ökosystem von HighLevel damit spürbar praxistauglicher. Zur Einordnung: MCP, das Model Context Protocol, ist im Grunde eine standardisierte Schnittstelle, über die KI-Agenten mit externen Anwendungen sprechen können, ohne dass für jede einzelne Anbindung eine eigene Custom-Integration programmiert werden muss. Genau deshalb lassen sich neue Connectors wie Notion, HubSpot und Apify vergleichsweise schnell nachziehen, sobald die Grundinfrastruktur einmal steht.

Es zeigt außerdem, wohin die Reise geht: Super Agents sollen nicht nur innerhalb von GoHighLevel agieren, sondern zunehmend als Schaltzentrale für den kompletten Software-Stack deiner Kunden funktionieren. Für eine Agentur, die zum Beispiel Content-Recherche und Redaktionsplanung in Notion organisiert, aber Vertrieb und Kundenkommunikation komplett über GoHighLevel abwickelt, verschwindet damit eine der letzten echten Systemgrenzen im Alltag.

📋 Weitere Updates der Woche im Überblick

Auch wenn die Woche kurz war, gab es noch vier weitere Verbesserungen, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern:

🤖 KI & Automatisierung

  • Workflow AI mit gezielteren Bearbeitungen: Die KI-Unterstützung im Workflow-Builder versteht jetzt deutlich präzisere Anweisungen. Beispiele aus dem Livestream: "Ändere nur die Betreffzeile der ersten E-Mail" oder "Ändere alle Schritte außer dem ersten". Du musst also nicht mehr genau wissen, wie der Workflow intern aufgebaut ist, um gezielte Anpassungen per Text-Prompt vorzunehmen, die KI trifft die Änderung dort, wo du sie tatsächlich meinst, statt versehentlich den ganzen Workflow umzukrempeln.
  • Mehr Audit Logs für die KI-Suite: Die Protokollierung innerhalb der KI-Funktionen wurde ausgebaut. Wer nachvollziehen will, welche Aktion von welchem KI-Baustein wann ausgeführt wurde, findet die entsprechenden Einträge jetzt einfacher und schneller durchsuchbar, gerade bei Kundenaccounts mit mehreren aktiven KI-Bausteinen spart das im Zweifelsfall viel Zeit bei der Fehlersuche.

📅 Kalender & Berechtigungen

  • Granularere Berechtigungen für Kalender: Für Meeting-Kalender, Service-Kalender und Rental-Kalender lassen sich Zugriffsrechte jetzt feiner steuern. Wer im Team was einsehen und bearbeiten darf, bestimmst du damit deutlich präziser, ein Update, das direkt bei den Berechtigungen rund um den Kalender ansetzt. Praktisch etwa für größere Teams, in denen nicht jeder Mitarbeiter Zugriff auf jeden Service-Kalender haben soll.

📞 Telefonie & Voice AI

  • Voice AI Redesign mit Rufnummernkauf im Flow: Beim Einrichten eines Voice AI-Agenten kannst du jetzt direkt im selben Arbeitsschritt eine neue Telefonnummer kaufen, statt den Einrichtungsprozess zu verlassen und danach wieder zurückzufinden. Das war laut Release Radar eine der am häufigsten genannten Störstellen im bisherigen Ablauf und wurde nun zusammen mit mehreren kleineren UX-Anpassungen rund um die Telefonie überarbeitet. Klingt nach einer Kleinigkeit, summiert sich aber, wenn du für mehrere Kunden regelmäßig neue Voice-AI-Agenten aufsetzt.

🌐 Website & Chat

  • Mehr Kontrolle über das Chat Widget Deployment: Wie und wo das Chat Widget auf deiner Seite ausgespielt wird, lässt sich jetzt feiner konfigurieren. Das gibt dir mehr Spielraum, den Chat gezielt nur auf bestimmten Seiten oder in bestimmten Situationen einzublenden, statt ihn pauschal auf der gesamten Website auszurollen.

🛠️ Mini-Playbooks: So setzt du die Updates diese Woche direkt um

Playbook 1: Der automatische Lead-Concierge mit Super Agents

Die beiden Super-Agent-Updates dieser Woche, neue Trigger und neue MCP-Connectors, ergeben zusammen ein hübsches kleines Playbook, das du direkt nachbauen kannst.

Lege im Agent Studio einen Super Agent an, der auf den neuen Trigger "Neuer Kontakt erstellt" reagiert. Definiere als Aufgabe: Der Agent prüft die verfügbaren Kontaktinformationen, legt bei Bedarf einen Eintrag im verknüpften Notion-Workspace an, etwa für die interne Lead-Übersicht deines Teams, und erstellt anschließend eine Aufgabe für den zuständigen Ansprechpartner in deinem CRM. Kombinierst du das noch mit dem zweiten Trigger "Neue Opportunity erstellt", bekommst du für jede neue Chance in der Pipeline automatisch eine saubere Doku im Team-Tool deiner Wahl, ganz ohne einen einzigen klassischen Workflow-Schritt zu bauen. Aufwand: rund 15 Minuten Einrichtung. Wirkung: Kein neuer Lead und kein neuer Deal geht mehr unbemerkt unter, und dein Team hat den Kontext sofort dort, wo es ihn braucht.

Playbook 2: Sauberes Rechte-Setup vor der nächsten Kampagne

Wenn du ohnehin gerade an einem Kunden-Account arbeitest, ist diese Woche ein guter Anlass, die Kalender-Berechtigungen einmal komplett durchzugehen. Öffne die Berechtigungen und prüfe pro Teammitglied, ob es wirklich Zugriff auf alle Meeting-, Service- und Rental-Kalender braucht, oder ob eine engere Freigabe sinnvoller wäre. Gerade bei größeren Sub-Accounts mit mehreren Standorten oder Abteilungen verhindert das, dass versehentlich der falsche Mitarbeiter Termine eines anderen Teams verschiebt. Nutze den gleichen Termin gleich, um zu prüfen, ob ihr für neu eingerichtete Voice AI-Agenten von der neuen Inline-Rufnummernvergabe profitieren könnt, gerade wenn ihr aktuell noch Nummern manuell vorab einkauft.

🎥 Das Release Radar Video der Woche

Wie immer hat das HighLevel-Team die Updates der Woche auch im Video-Format vorgestellt, diesmal live aus internationalen Gewässern vor Malaysia, während des Team-Retreats mit vielen der Produktverantwortlichen vor Ort:

Besonders sehenswert ist der Abschnitt zur Event-Beta, dort wird deutlich, wie viel Liebe zum Detail bereits in einer privaten Beta-Version steckt, inklusive der individuell konfigurierbaren Fehlermeldungen.

Fazit: Wenig Releases, viel Substanz

KW29/2026 war zahlenmäßig eine der ruhigeren Wochen im HighLevel-Kalender, aber inhaltlich alles andere als ereignislos. Mit der Event-Produkt-Beta deutet sich ein komplett neuer Produktbereich an, der Ticketing und Teilnehmerverwaltung direkt in die Plattform holt, ein Bereich, den bislang externe Tools abdecken mussten. Die Super Agents wachsen gleich in zwei Richtungen gleichzeitig, mit smarteren automatischen Triggern und nativen Verbindungen zu Notion, HubSpot und Apify, und werden damit endgültig zur echten Automatisierungs-Schaltzentrale statt nur zum praktischen Helferlein. Dazu kommen handfeste Detailverbesserungen bei Voice AI, der Workflow-KI, den Kalender-Berechtigungen und dem Chat Widget, insgesamt also eine kurze, aber gut sortierte Release-Woche, die sich lohnt, im Hinterkopf zu behalten, sobald die Event-Beta breiter verfügbar wird.

Wenn du GoHighLevel noch nicht nutzt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Einsteigen: Teste GoHighLevel 14 Tage kostenlos und sichere dir dabei den Zugang zu unserer deutschsprachigen Community, inklusive Kursen, wöchentlichen Live Calls und persönlicher Beratung.

Bis nächste Woche zum nächsten Roundup!

Dirk Schmid, Geschäftsführer der Upscaled Media GmbH

Über den Autor

Dirk Schmid

Geschäftsführer der Upscaled Media GmbH

Wir setzen GoHighLevel seit Jahren als Marketing- und Automatisierungssystem für lokale Dienstleister und Handwerksbetriebe im DACH-Raum ein. In echten Kundenkampagnen, nicht nur in der Theorie als Affiliate-Partner. Was hier steht, kommt aus der täglichen Agenturpraxis. Deshalb schreiben wir auch, was nicht funktioniert, wo GoHighLevel an Grenzen stößt oder es bessere Alternativen gibt.