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GoHighLevel WhatsApp: Business API, Hybrid oder Alternative?

2. Oktober 2026
Dirk Schmid
16 Min. Lesezeit
Roboter hält ein Smartphone mit WhatsApp-Chat, daneben ein Laptop mit derselben Unterhaltung im CRM, darüber drei Karten: Offizielle API und Hybrid-Modus mit grünem Haken, Drittanbieter mit gelbem Warndreieck

Fast jeder lokale Betrieb, den wir betreuen, schreibt mit seinen Kunden längst über WhatsApp. Meist vom Handy des Chefs, manchmal von einem Firmenhandy, das im Büro herumliegt. Die Frage ist deshalb selten, ob WhatsApp ins CRM gehört, sondern wie. Und genau da wird GoHighLevel WhatsApp interessant: Alle Chats landen am Kontakt, und Workflows übernehmen die WhatsApp-Automatisierung, die sonst per Hand auf dem Handy passiert.

Für GoHighLevel und WhatsApp gibt es im Herbst 2026 drei Wege: die offizielle WhatsApp Business API, den neueren Hybrid-Modus, bei dem die Handy-App weiterläuft, und inoffizielle Alternativen wie WAGHL oder GoGHL, die WhatsApp per QR-Code koppeln. Viele Anleitungen im Netz, auch bekannte Videos aus 2024, kennen den Hybrid-Modus noch nicht und empfehlen Anbieter, die es inzwischen nicht mehr gibt.

Dieser Beitrag sortiert die GoHighLevel-WhatsApp-Integration aus Agentursicht: was sie können, was sie kosten, wo sie brechen und für wen welcher passt. Dazu vergleichen wir die bekanntesten Drittanbieter mit Preisen und Risiken. Einen Überblick über die Funktion selbst findest du auf unserer Seite zu WhatsApp in GoHighLevel.

GoHighLevel WhatsApp: die drei Wege auf einen Blick

WhatsApp Business API (offiziell) Hybrid-Modus (Coexistence) Inoffizielle Alternative
Technik Cloud API von Meta über GoHighLevel Dieselbe API, Handy-App bleibt verbunden Kopplung per QR-Code wie WhatsApp Web
Handy-App weiter nutzbar Nein Ja Ja
Nummern pro Konto Mehrere möglich Genau eine Je nach Anbieter 3 bis 5 inklusive
Vorlagen außerhalb von 24 Stunden Pflicht Pflicht, nur aus GoHighLevel Keine Pflicht
Sperrrisiko Sehr gering Sehr gering Erhöht
Kosten 10 $ pro Unterkonto plus Meta-Gebühren Wie offiziell 19 bis 35 $ pro Unterkonto oder Nutzer

Die Kurzfassung: Für die meisten lokalen Dienstleister ist einer der beiden offiziellen Wege richtig. Welcher, hängt vor allem an einer Frage: Soll die bisherige WhatsApp-Nummer auf dem Handy weiterleben oder nicht? Inoffizielle Anbieter lohnen sich in bestimmten Fällen, die wir weiter unten durchgehen.

Weg 1: Die offizielle WhatsApp Business API

Das ist der klassische Weg, den GoHighLevel seit Jahren anbietet. Du verbindest eine WhatsApp-Business-Nummer über dein Meta-Business-Konto mit dem Unterkonto. Ab dann laufen alle Nachrichten über die WhatsApp Cloud API, die offizielle Schnittstelle von Meta und technische Grundlage der WhatsApp Business API, und landen in GoHighLevel unter Conversations, zusammen mit SMS, E-Mail, Facebook und Instagram.

Einen eigenen API-Anbieter brauchst du dafür nicht. GoHighLevel tritt selbst als Vermittler zu Meta auf, die Einrichtung läuft komplett in der Oberfläche.

Was du damit bekommst:

  • WhatsApp als vollwertigen Kanal in Workflows: Terminbestätigungen, Erinnerungen, Follow-ups, alles automatisch
  • Mehrere Nummern pro Unterkonto, etwa getrennt nach Standort oder Abteilung
  • Einen WhatsApp Chatbot über Conversation AI, der direkt im Chat antwortet und Termine bucht
  • WhatsApp Marketing mit freigegebenen Vorlagen, etwa für Aktionen oder Reaktivierung alter Kunden
  • Gesprächsverlauf am Kontakt, sichtbar für das ganze Team statt auf einem einzelnen Handy

Was du dafür aufgibst: Die Nummer lässt sich danach nicht mehr in der WhatsApp-Business-App auf dem Handy nutzen. Sie gehört jetzt der Schnittstelle. Wer eine bekannte Nummer umzieht, die seit Jahren auf Visitenkarten und Fahrzeugen steht, sollte das wissen, bevor er startet.

In der Praxis nehmen wir für diesen Weg deshalb oft eine neue Nummer, zum Beispiel eine zusätzliche Festnetz- oder Mobilnummer nur für WhatsApp. Die alte Nummer bleibt unangetastet auf dem Handy, die neue läuft sauber durchs CRM.

WhatsApp Business API einrichten in GoHighLevel

Laut HighLevel-Hilfeartikel zur Einrichtung läuft es so:

  1. Im Unterkonto unter Einstellungen den Bereich WhatsApp öffnen
  2. Ein neues WhatsApp-Business-Konto anlegen und mit Facebook fortfahren
  3. Das Meta-Business-Konto auswählen oder neu anlegen
  4. Die Nummer eintragen und per SMS oder Anruf bestätigen
  5. Erste Vorlagen anlegen und zur Prüfung an Meta schicken

Die 24-Stunden-Regel und WhatsApp Templates

Die offizielle API folgt den Regeln von Meta, und eine davon überrascht fast jeden beim ersten Mal:

  • Schreibt dir ein Kunde, öffnet sich ein 24-Stunden-Fenster. In dieser Zeit kannst du frei antworten, so oft du willst.
  • Jede neue Nachricht des Kunden setzt das Fenster zurück.
  • Ist das Fenster zu, darfst du nur noch WhatsApp Templates schicken, auf Deutsch Vorlagen, also Nachrichten, die Meta vorher geprüft und freigegeben hat.

Für Automationen heißt das: Eine Erinnerung drei Tage vor dem Termin braucht eine freigegebene Vorlage. Die legst du in GoHighLevel an, mit Platzhaltern für Name, Datum und Uhrzeit. Plane dafür vor dem Start etwas Zeit ein, denn ohne freigegebene Vorlagen laufen die meisten Workflows ins Leere.

Genau diese Regel ist der Hauptgrund, warum es die inoffiziellen Anbieter überhaupt gibt.

Weg 2: Der Hybrid-Modus, Handy-App und CRM parallel

Der Hybrid-Modus heißt bei Meta und GoHighLevel WhatsApp Coexistence, also Koexistenz von WhatsApp Business App und API, und löst das Problem von Weg 1: Du verbindest deine bestehende Nummer aus der WhatsApp-Business-App mit GoHighLevel, ohne die App aufzugeben. Nachrichten gehen danach sowohl vom Handy als auch aus dem CRM raus, unter derselben Nummer. Technisch ist das trotzdem die offizielle WhatsApp Business API, mit allen Vorteilen und Regeln.

Für einen Handwerksbetrieb, dessen Chef seit Jahren alles über sein Handy abwickelt, ist das der Unterschied zwischen „machen wir“ und „lassen wir lieber“.

So läuft die Einrichtung laut dem offiziellen Hilfeartikel von HighLevel (Stand 2. September 2026):

  1. WhatsApp-Business-App auf dem Handy auf die neueste Version bringen
  2. In GoHighLevel unter Einstellungen den WhatsApp-Bereich öffnen und die Verbindung starten
  3. Mit dem Facebook-Konto anmelden, das zum Meta-Business-Konto gehört
  4. Den angezeigten QR-Code mit der WhatsApp-Business-App scannen
  5. Den Import des Chatverlaufs starten

Beim letzten Schritt steckt eine Falle: Für den Start des Imports hast du nach der Einrichtung nur 24 Stunden Zeit. Verpasst du das, musst du die Nummer wieder abmelden und alles neu durchlaufen. Übernommen werden bis zu sechs Monate Chatverlauf. Bilder und Dateien kommen nur für die letzten 14 Tage mit.

Was im Hybrid-Modus wegfällt

Das ist der Teil, den man vorher mit dem Kunden besprechen muss, sonst kommt nach einer Woche der Anruf. Laut HighLevel werden nach der Umstellung in der Handy-App folgende Funktionen abgeschaltet:

Fällt weg Was das im Alltag bedeutet
Gruppenchats Die Baustellengruppe mit den Gesellen läuft nicht mehr über diese Nummer
Broadcast-Listen Ein WhatsApp Broadcast an viele Kunden geht nur noch über GoHighLevel
Sprach- und Videoanrufe Kein WhatsApp-Anruf mehr über diese Nummer
Katalog Der Produktkatalog in der App ist aus
Verschwindende und Einmal-Nachrichten Nicht mehr verfügbar
Verknüpfte Geräte Werden getrennt und müssen neu verbunden werden

Dazu kommen zwei Grenzen: Pro Konto geht im Hybrid-Modus genau eine Nummer. Und Vorlagen lassen sich nur aus GoHighLevel verschicken, nicht aus der App. Das Profil mit Name, Bild und Firmeninfos pflegst du weiterhin in der App.

Gilt das auch in Deutschland? Ein älterer Changelog-Eintrag von HighLevel schloss die EU noch aus. Der aktuelle Hilfeartikel nennt nur noch Nigeria und Südafrika als ausgeschlossene Länder. Wir gehen deshalb davon aus, dass deutsche Nummern funktionieren. Bevor du es einem Kunden fest zusagst, teste es einmal mit einer echten Nummer im eigenen Konto.

Weg 3: Inoffizielle Alternativen zur WhatsApp Business API

Neben den offiziellen Wegen gibt es Anbieter, die WhatsApp mit dem CRM per QR-Code koppeln, technisch ähnlich wie WhatsApp Web, und die Nachrichten dann als eigenen Kanal in GoHighLevel einspielen. Die meisten installierst du als App aus dem GoHighLevel-Marketplace, danach erscheinen die Chats ganz normal in Conversations und lassen sich in Workflows nutzen.

Sie werben alle mit denselben drei Vorteilen:

  • Keine Vorlagen und kein 24-Stunden-Fenster. Du schreibst, wann du willst, auch Wochen nach dem letzten Kontakt.
  • Keine Gebühren pro Nachricht. Ein fester Monatspreis, egal wie viel du schickst.
  • Die Handy-App läuft weiter, ohne die Einschränkungen des Hybrid-Modus. Gruppen und Anrufe bleiben auf dem Handy erhalten.

WAGHL, GoGHL, myCRMSIM und weitere Anbieter im Vergleich

Stand der Preise: September 2026, jeweils von den Seiten der Anbieter. Alle rechnen in US-Dollar ab und bieten eine kostenlose Testphase.

Anbieter Preis pro Monat Nummern inklusive Besonderheiten
WAGHL 29 $ pro Unterkonto, ab 11 Unterkonten 19 $ 3, jede weitere 10 $ Einer der bekanntesten Anbieter, White-Label, ersetzt SMS im Conversations-Tab, 14 Tage Test
GoGHL 29 $ pro Unterkonto, ab 3 Unterkonten 22 $, ab 10 Unterkonten 19 $ 5, jede weitere 9 $ Zusätzlich iMessage, Warnsystem für Sperrrisiko, White-Label ab 3 Unterkonten
myCRMSIM 29 $ pro Nummer, im Jahresabo 290 $ (rund 24 $ im Monat) 1 je Abo, weitere Nummern günstiger Auch SMS über eigene SIM-Karte, iMessage und RCS, automatischer SMS-Ersatz, 30 Tage Geld-zurück
VoidFix Gateway WhatsApp ab 19 $ laut Anbieter beliebig viele Unterkonten Auch SMS und iMessage, Massenversand, 7 Tage Test
TimelinesAI 35 $ pro Nutzer eine Nummer je Nutzer Kein reines GoHighLevel-Produkt, synchronisiert WhatsApp mit vielen CRMs, unterstützt QR, API und Coexistence
AppLevel nicht mehr erreichbar 2024 in fast jedem Vergleich, die Website antwortet im September 2026 nicht mehr

WAGHL ist der Anbieter, der in Agenturgruppen und Foren am häufigsten fällt, und der, mit dem die meisten Agenturen starten. Das Modell ist einfach: QR-Code scannen, WhatsApp ersetzt die SMS im Conversations-Tab, Workflows schicken WhatsApp statt SMS. Mit dem Mengenpreis ab elf Unterkonten zielt WAGHL klar auf Agenturen, die WhatsApp für viele Kunden ausrollen.

GoGHL ist der direkte Konkurrent mit fast identischer Preislogik, aber mehr Nummern im Grundpreis. Interessant ist das eingebaute Warnsystem, das ungewöhnliches Versandverhalten erkennen soll, bevor WhatsApp die Nummer sperrt. Ob das in der Praxis Sperren verhindert, können wir nicht belegen.

myCRMSIM kommt ursprünglich aus der SMS-Ecke: Agenturen stecken eine eigene SIM-Karte in ein Android-Handy und verschicken darüber SMS aus GoHighLevel, ohne teure Anbieter wie Twilio. WhatsApp ist ein weiterer Kanal dazu, ebenso iMessage und RCS. Der Clou ist der automatische Ersatz: Hat ein Empfänger kein WhatsApp, geht die Nachricht als SMS raus, von derselben Nummer. Laut Anbieter funktioniert WhatsApp auch mit normalen privaten Nummern und auf dem iPhone, die SMS-Funktion braucht ein Android-Gerät. Abgerechnet wird pro Nummer statt pro Unterkonto, was für Betriebe mit einer Nummer günstig ist und bei vielen Mitarbeiter-Nummern teurer wird. Hinter dem Angebot stehen eine US-Gesellschaft in Wyoming und eine Firma in Hongkong, gegründet wurde es laut eigener Seite 2023 in Australien.

VoidFix Gateway bündelt WhatsApp, SMS über echte SIM-Karten und iMessage. Das ist vor allem für Märkte gedacht, in denen SMS teuer oder reguliert ist. Für deutsche Betriebe ist der WhatsApp-Teil der relevante.

TimelinesAI ist kein GoHighLevel-Spezialist, sondern ein WhatsApp-Postfach für Teams, das sich an verschiedene CRMs anbindet. Spannend für Betriebe, in denen mehrere Mitarbeiter mit eigener Nummer schreiben und alles im CRM landen soll.

Die Nachteile, die selten auf den Verkaufsseiten stehen

  • WhatsApp Nummer gesperrt: Diese Lösungen nutzen nicht die offizielle Schnittstelle. Meta kann Nummern sperren, die auffällig viele Nachrichten verschicken, oft an Leute, die nicht antworten. Einige Anbieter räumen das in ihren eigenen FAQ offen ein. myCRMSIM etwa empfiehlt ausdrücklich eine separate Nummer, „falls sie von WhatsApp gesperrt wird“, und rät bei Massenversand zu höchstens einer Nachricht pro Minute. Eine gesperrte Nummer, die seit zehn Jahren auf dem Firmenwagen steht, ist ein echter Schaden.
  • Datenschutz: Keiner der Anbieter nennt auf seiner Website einen Auftragsverarbeitungsvertrag oder einen Serverstandort in der EU. Für einen Betrieb in Deutschland ist das eine Frage, die vor dem Einsatz geklärt sein muss, schriftlich und beim Anbieter direkt.
  • Abhängigkeit: AppLevel zeigt, wie schnell so ein Anbieter verschwinden kann. Wer darauf seine Kundenkommunikation aufgebaut hatte, musste umziehen. Bei der offiziellen API kann das nicht passieren, solange es GoHighLevel gibt.
  • Kein Preisvorteil: Mit 19 bis 29 $ pro Unterkonto liegen die Drittanbieter über den 10 $, die GoHighLevel für die offizielle Anbindung berechnet. Günstiger werden sie erst bei sehr vielen Vorlagen-Nachrichten außerhalb des 24-Stunden-Fensters.

Wann sich eine Alternative trotzdem lohnt

Es gibt Fälle, in denen ein Drittanbieter die bessere Wahl ist:

  • Der Betrieb will Gruppen und Anrufe auf dem Handy behalten und trotzdem alle Kundenchats im CRM haben. Das geht im Hybrid-Modus nicht.
  • Es sollen mehrere Mitarbeiter mit ihrer eigenen Nummer schreiben, und jede Nummer soll im CRM landen.
  • Die Kommunikation besteht vor allem aus Nachfassen nach Wochen, und Vorlagen für jeden Fall wären unpraktisch.

Dann aber bewusst: mit eigener Nummer statt der wichtigsten Firmennummer, mit geklärtem Datenschutz und ohne Massenversand an kalte Kontakte.

WhatsApp Business API Kosten in GoHighLevel

Bei den offiziellen Wegen setzen sich die Kosten aus zwei Teilen zusammen.

1. Die WhatsApp-Gebühr von GoHighLevel. In unserem Agenturkonto kostet WhatsApp als Zusatz 10 $ pro Unterkonto und Monat. So steht es im SaaS-Plan unter den Add-ons, und HighLevel stellt diesen Betrag der Agentur in Rechnung.

2. Die Nachrichtengebühren von Meta. Meta rechnet pro zugestellter Vorlage ab, gestaffelt nach Kategorie (Marketing, Service-Hinweise wie Terminbestätigungen, Anmeldecodes) und nach Land des Empfängers. Antworten innerhalb des 24-Stunden-Fensters sind kostenlos. Laut dem WhatsApp-FAQ von HighLevel gibt GoHighLevel diese Gebühren ohne Aufschlag weiter. Die aktuellen Sätze pro Land stehen auf der Preisseite von Meta.

Für einen typischen lokalen Betrieb heißt das: Die meisten Nachrichten sind Antworten auf Kundenanfragen und kosten nichts. Geld kosten vor allem automatische Erinnerungen und Werbenachrichten, die außerhalb des Fensters rausgehen.

Für Agenturen: WhatsApp weiterverkaufen

Hier wird es für Agenturen interessant, und das ist der Teil, den kaum eine Anleitung erklärt. WhatsApp lässt sich in GoHighLevel auf zwei Arten an Kunden weitergeben:

  • Als eigener Posten: Die Agentur zahlt 10 $ pro Unterkonto und verkauft WhatsApp zum Beispiel für 29 $ im Monat weiter. Die Nachrichtengebühren von Meta lassen sich über das Rebilling zusätzlich durchreichen.
  • Im Paket: Du nimmst WhatsApp als Add-on in einen Plan im SaaS-Modus auf. Dann zahlt der Kunde WhatsApp nicht extra, und die Agentur trägt die 10 $ selbst.

Beim zweiten Weg warnt GoHighLevel direkt in der Oberfläche: Die Unterkonten bekommen für die Add-ons keine eigene Rechnung. Die Marge muss also im Preis des Plans stecken. Wer WhatsApp im Plan aktiviert, ohne den Planpreis anzupassen, verschenkt pro Kunde 10 $ im Monat. Bei 30 Kunden sind das 300 $, jeden Monat.

Mehr dazu, wie du GoHighLevel unter eigenem Namen anbietest, steht auf unserer Seite zum Weiterverkauf.

Welcher Weg für wen?

Situation Unsere Empfehlung
Betrieb mit einer Nummer, Chef antwortet vom Handy und will das auch weiter Hybrid-Modus
Betrieb mit mehreren Standorten oder Abteilungen WhatsApp Business API, eine Nummer pro Standort
Neue Nummer nur für Kundenkommunikation ist kein Problem WhatsApp Business API, neue Nummer
WhatsApp Broadcast und Werbung an große Listen WhatsApp Business API mit Marketing-Templates, nie inoffiziell
Gruppen und Anrufe sollen auf dem Handy bleiben Inoffizielle Alternative wie WAGHL oder GoGHL, mit Zweitnummer
Mehrere Mitarbeiter mit eigenen Nummern Inoffizielle Alternative oder TimelinesAI
WhatsApp und SMS aus einer Hand, ohne SMS-Anbieter wie Twilio myCRMSIM
Agentur mit vielen Unterkonten Offiziell, WhatsApp als Add-on im SaaS-Plan einpreisen

So richten wir es bei Kunden ein

Unabhängig vom Weg läuft die Einrichtung bei uns in derselben Reihenfolge:

  1. Meta-Business-Konto klären. Wem gehört es, wer hat Admin-Zugriff? Hängt die Nummer an einem privaten Facebook-Konto eines ehemaligen Mitarbeiters, wird es mühsam.
  2. Weg festlegen. Offiziell, Hybrid oder Drittanbieter, gemeinsam mit dem Kunden und mit der Tabelle oben.
  3. Vorlagen vorbereiten. Terminbestätigung, Erinnerung, Bewertungsanfrage, Nachfass bei Angeboten. Früh einreichen, damit sie beim Start freigegeben sind.
  4. Workflows anschließen. Welche Automation schickt künftig WhatsApp statt SMS? Das legen wir im Workflow fest, nicht im Bauch.
  5. Testen mit echter Nummer. Eine Nachricht rein, eine raus, eine Vorlage außerhalb des Fensters. Erst dann geht es live.

Ein Beispiel, wie so ein Ablauf aussehen kann, zeigt unser Beitrag zum WhatsApp-Follow-up für Autoaufbereiter.

Häufige Fragen zu GoHighLevel WhatsApp

Kann ich meine bestehende WhatsApp-Nummer behalten?

Ja. Mit dem Hybrid-Modus verbindest du deine bestehende Nummer aus der WhatsApp-Business-App mit GoHighLevel und nutzt sie auf dem Handy weiter. Auch die inoffiziellen Anbieter arbeiten mit der bestehenden Nummer. Mit der klassischen WhatsApp Business API kannst du die Nummer umziehen, dann aber nicht mehr in der App verwenden.

Was kostet die WhatsApp Business API in GoHighLevel?

Die Agentur zahlt 10 $ pro Unterkonto und Monat an HighLevel. Dazu kommen die Nachrichtengebühren von Meta für Vorlagen, abhängig von Kategorie und Empfängerland. Antworten auf Kundennachrichten innerhalb von 24 Stunden sind kostenlos.

Welche Alternativen gibt es zur WhatsApp Business API in GoHighLevel?

Die bekanntesten sind WAGHL und GoGHL, beide speziell für GoHighLevel gebaut und ab 19 $ pro Unterkonto. Dazu kommen myCRMSIM, das WhatsApp mit SMS über die eigene SIM-Karte verbindet, VoidFix Gateway und TimelinesAI. Alle koppeln WhatsApp per QR-Code, ohne Vorlagen und ohne Gebühren pro Nachricht, mit erhöhtem Sperrrisiko.

Ist WAGHL sicher?

WAGHL nutzt nicht die offizielle Schnittstelle von Meta. Das bringt ein Sperrrisiko mit sich, das wie bei allen QR-Lösungen vor allem bei hohem Versandvolumen an Kontakte steigt, die nicht antworten. Für normale Kundenkommunikation mit überschaubarem Volumen setzen viele Agenturen es ein. Den Datenschutz solltest du vorher mit dem Anbieter klären.

Funktioniert das mit der normalen WhatsApp-App?

Für den Hybrid-Modus brauchst du die WhatsApp-Business-App. Eine private WhatsApp-Nummer lässt sich vorher in ein Business-Konto umwandeln, die Chats bleiben dabei erhalten.

Warum kommt meine automatische Nachricht nicht an?

Bei der offiziellen API ist in den meisten Fällen das 24-Stunden-Fenster zu, und im Workflow steht eine freie Nachricht statt einer freigegebenen Vorlage. Prüfe, ob die Aktion eine Vorlage verwendet und ob diese bei Meta freigegeben ist.

Kann ich weiter WhatsApp-Gruppen nutzen?

Nicht über eine Nummer im Hybrid-Modus, dort schaltet WhatsApp Gruppenchats in der App ab. Bei den inoffiziellen Anbietern bleiben Gruppen auf dem Handy erhalten.

Ist WhatsApp in GoHighLevel DSGVO-konform?

Bei den offiziellen Wegen laufen die Daten über Meta und HighLevel, beides Anbieter, mit denen Auftragsverarbeitungsverträge üblich sind. Ob dein konkreter Einsatz konform ist, hängt von Einwilligungen, Datenschutzerklärung und Verarbeitungsverzeichnis ab. Das klärt im Zweifel dein Datenschutzbeauftragter. Bei den inoffiziellen Anbietern fehlen diese Grundlagen auf den Websites ganz.

Fazit

GoHighLevel WhatsApp ist inzwischen ausgereift. Die offizielle WhatsApp Business API ist der sichere Standard, und der Hybrid-Modus hat die größte Hürde beseitigt: Der Chef muss sein Handy nicht mehr hergeben. Wer die Einschränkungen kennt, also keine Gruppen, keine Anrufe und nur eine Nummer über diesen Weg, bekommt WhatsApp mit allen Automationen, ohne Sperrrisiko und für 10 $ im Monat.

Alternativen wie WAGHL, GoGHL oder myCRMSIM haben ihren Platz, wenn Gruppen auf dem Handy bleiben sollen, mehrere Mitarbeiter mit eigenen Nummern schreiben oder Vorlagen im Alltag zu umständlich sind. Wer sie einsetzt, sollte das Sperrrisiko und den Datenschutz bewusst tragen und nicht die wichtigste Firmennummer riskieren.

Wenn du GoHighLevel noch nicht nutzt, kannst du es kostenlos testen und WhatsApp im Testkonto ausprobieren. Wenn du lieber willst, dass wir es für dich einrichten, schreib uns.

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Dirk Schmid, Geschäftsführer der Upscaled Media GmbH

Über den Autor

Dirk Schmid

Geschäftsführer der Upscaled Media GmbH

Wir setzen GoHighLevel seit Jahren als Marketing- und Automatisierungssystem für lokale Dienstleister und Handwerksbetriebe im DACH-Raum ein. In echten Kundenkampagnen, nicht nur in der Theorie als Affiliate-Partner. Was hier steht, kommt aus der täglichen Agenturpraxis. Deshalb schreiben wir auch, was nicht funktioniert, wo GoHighLevel an Grenzen stößt oder es bessere Alternativen gibt.